Mit Anfang Zwanzig hat Juliette Lewis im Showbusiness mehr erreicht als die meisten Gleichaltrigen in einem ganzen Leben. Bereits in Teenagerjahren steht ihr Name in Abspännen Seite an Seite mit den ganz Großen Hollywoods.
Regie-Legenden wie Martin Scorsese, Woody Allen und Oliver Stone reißen sich um sie, Mimen wie Robert De Niro, Johnny Depp, Leonardo Di Caprio und Gary Oldman nennt sie ihre Kollegen.
Das künstlerische Talent wird Juliette am 21. Juni 1973 in Los Angeles von ihren Eltern in die Wiege gelegt. Mutter Glenis ist Grafikerin, Vater Geoffrey ebenfalls Schauspieler. Im Alter von sieben Jahren, in dem andere Mädchen mir Barbies spielen, hat die kleine Juliette den Traum, Sängerin zu werden. Sie macht ihre Sturm- und Drang-Phase durch und wird wegen Minderjährigkeit um fünf Uhr morgens in einer Disco verhaftet. Doch genau dieses Image einer jungen aufmüpfigen Rebellin bildet die essenzielle Basis für die meisten ihrer frühen Filmrollen.
Da Juliette zukünftig häufiger am Mikro als vor der Kamera stehen will, ruft sie mit den Gitarristen Todd Morse und Kemble Walters, dem Bassisten Paul Ill und der Trommlerin Patty Schemel (Ex- Hole) Juliette and the Licks ins Leben. Die erfahrenen Studio- und Live-Musiker machen die rohe Power ihrer Frontfrau bühnentauglich und lassen die Songs wie eine wild brodelnde Mischung aus Iggy and the Stooges und Loverboy, gleichsam wie MC5 und Van Halen klingen.
Im Viper Room treten die Licks 2003 erstmals öffentlich auf und sorgen in der hippen Musikerszene von L.A. für Furore. Mit ihren Geheimwaffen, dem ultraknappen Catsuit, den High-Kicks und ihrem rauen Patti Smith-Organ erobert Juliette die Herzen der örtlichen Rocker im Sturm. Ihrem Schauspieltalent und ihrer körperlichen Fitness ist zu verdanken, dass ihre dortigen Auftritte zum Kult avancieren.
Prodigy-Mastermind Liam Howlett ist im Frühjahr 2004 von Juliettes Live-Performance im Viper Room derart begeistert, dass er sie vom Fleck weg für die neue Prodigy-Scheibe anheuert. Die Kollabo resultiert in den Songs „Spitfire“ und „Hotride“, bei denen Lewis Text und Gesang beisteuert.
Für die Debüt-EP „... Like A Bolt Of Lightning“ engagiert Juliette Linda Perry von den 4 non Blondes, die als Songwriting-Coach schon für Christina Aguilera und Pink gearbeitet hat. Die Actrice ist mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden, weil Linda ihr hilft, ihre verborgenen Rocker-Instinkte besser zu finden und nicht versucht, ihr den eigenen Stempel aufzudrücken.
Bei den Aufnahmen zum Nachfolgewerk klettert Foo Fighters Dave Grool kurzfristig als Ersatz für Morris hinter das Drumkit und prügelt die Songs für "Four on the floor“ ein. Und etwas besseres hätte den kraftvollen, vor Energie sprudelnden Tracks kaum passieren können.
In den Planungen zum Viertling spielen The Licks völlig überraschend keine Rolle mehr: Ende 2008 entscheidet sich Mrs. Lewis für einen radikalen Schnitt und setzt die komplette Begleitband vor die Tür. Da sich der Sound des neuen Albums "Terra Incognita“ deutlich von früheren Werken unterscheiden soll, muss ihrer Ansicht nach ein personeller Neuanfang nebst Umbennenung her.
Juliette tauft ihr neues Rückgrat auf den Namen The New Romantiques und will fortan musikalisch neues Terrain erkunden. „Die Gitarren sind wilder und atmosphärischer. Der Groove ist dunkel, tiefgehend und eröffnet viele klangliche Kontraste“.
Jetzt ist Juliette Lewis wieder mit den Romantiques im Gepäck unterwegs und absolviert eines ihrer zwei exclusiven Italienkonzerte beim Rock im Ring Festival am Ritten.
Kleine Hör- und Sehprobe gefällig: www.youtube.com/watch
Quelle: laut.de































